Katzensicheres Grün: Pflanzen, die Krallen und Zähne überstehen
Wer eine Katze hat, kennt das Problem: Kaum steht ein neuer Farn im Wohnzimmer, wird er angeknabbert, umgegraben oder als Schlafplatz umfunktioniert. Viele beliebte Zimmerpflanzen sind für Katzen sogar giftig, von Dieffenbachie über Alpenveilchen bis zur beliebten Lilie. Wer auf Grün nicht verzichten will, muss also zwei Dinge prüfen: ungiftige Arten und ausreichend robuste Gewächse, die auch mal eine Attacke mit Krallen und Zähnen wegstecken. Die folgende Auswahl hat sich in Haushalten mit Freigängern und Wohnungskatzen bewährt.
Besonders hart im Nehmen sind Grünpflanzen mit festen, ledrigen Blättern. Die Bergpalme (Chamaedorea elegans) verträgt Trockenheit, Halbschatten und gelegentliches Zupfen ohne bleibende Schäden; ihre Blätter sind ungiftig. Die Kentia-Palme ist ähnlich robust, wächst aber deutlich größer und eignet sich für helle Ecken. Auch der Gummibaum (Ficus elastica) gehört dazu, solange die Katze ihn nicht in großen Mengen frisst – der Milchsaft reizt Schleimhäute, kleinere Mengen sind aber unproblematisch. Werbung für besonders weiche Blätter ist dagegen ein Warnsignal: Farne, Grünlilien und Zyperngras werden von vielen Katzen regelrecht zerlegt. Sie sind zwar ungiftig, sehen nach wenigen Wochen aber aus wie nach einem Sturm.
Ein eigenes Katzenbeet löst das Problem oft besser als Verbote. Töpfe mit Zyperngras, Weizengras oder Katzengamander (Nepeta cataria) werden gezielt als Futter- und Spielplatz angeboten. Stehen sie erreichbar neben den Zierpflanzen, sinkt der Druck auf die wertvolleren Gewächse spürbar. Wer zusätzlich wissen möchte, wie man Erde im Topf sichert, ohne auf Pflanzen zu verzichten, findet bei die Katze buddelt im Topf konkrete Lösungen von Kiesauflage bis Wurzelschutz. Kombiniert mit stabilen Übertöpfen und erhöhten Standorten bleibt das Grün dann tatsächlich dort, wo es hingehört.
Letztlich hilft nur Ausprobieren. Jede Katze hat eigene Vorlieben: Der eine knabbert nur an Gräsern, die andere gräbt systematisch jede Erde um. Wer auf ungiftige, ledrige oder wehrhafte Pflanzen setzt und zusätzlich Ablenkung anbietet, fährt am besten. Bei akuten Vergiftungsverdacht – Speicheln, Erbrechen, Taumeln – sofort zum Tierarzt, unabhängig davon, wie ungiftig die Pflanze laut Etikett sein soll.